Dogxaid - Selbsthilfeverein zur Förderung der Mobilität durch Blindenführhunde und Servicehunde - - www.dogxaid.org

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"Back to the roots" -  Hüttenwochenende auf der Weißenhofalm



Freitag, 01. bis Sonntag, 03.09.2017:

Hüttenwochenende auf der Weißenhofalm - ein Angebot für Bergwanderbegeisterte mit und ohne Blindenführ-/Servicehund,


Veranstalter: Dogxaid e.V., unabhängiger Selbsthilfeverein zur Förderung der Mobilität durch Blindenführ-/Servicehunde,

in Zusammenarbeit mit den Bergfreunden des Alpenvereins/Sektion Pocking ***


Anmeldeschluss: 17.07.2017


Ein schmuckes Holzhäuschen mitten in der Bergidylle auf 1770 m Höhe, gastfreundliche Herbergsleute, das Wir-Gefühl gemeinsam über Stock und Stein erwandern, die facettenreiche Flora entdecken, abends in geselliger Runde am Kamin beisammen sitzen und den Alltagsstress vergessen - das sind die Zutaten, die unserem siebenten Hüttenwochenende eine ganz besondere Würze verleihen werden. Ein Erlebnis für alle Sinne, für Mensch und Hund gleichermaßen!


Erst-Infos auf einen Blick, Planungsstand 17.05.2017 - Änderungen vorbehalten:


Wann? Freitag, 01. bis Sonntag, 03.09.2017

Wo? Weißenhofalm in Kleinarl, (Salzburger Land, Österreich)

Wie viele? 
- 5 blinde/sehbehinderte Wanderer,
- maximal fünf gut sozialisierte Blindenführ-/Service-Hunde ohne ausgeprägtes Jagdverhalten!
- Natürlich freuen wir uns ebenso über Anmeldungen sehender Naturfreunde!


Was kostet das pro Person?
a) An- und Abreise
b) Übernachtung (nur im Mehrbettzimmer möglich),  inkl. Frühstück, Bettwäsche, Decken und Handtücher = 25,00€/Tag
c) 2 Mal Abendessen in der Gaststube der Weißenhofalm, je 15,00€ 
d) wenn gewünscht, Brotzeit für die Wanderung am 02.09. und Rückreise am 03.09. = je 02,00€
e) Für die Führhundhalter: Gebühr für Hunde = 5,00€
f) Teilnehmergebühr, beinhaltet für die blinden Mitwanderer nach Möglichkeit 1:1-Begleitung auf den Wanderungen und Gepäcktransport am 01.09. hinauf zur Alm und am 03.09. ins Tal: für Dogxaid-Mitglieder = 20,00 €,für Nichtmitglieder = 50,00 €


Wie schwierig ist die Bergwanderung?
Alpines Gelände mit teilweise unebenem Untergrund; für Rolli-Fahrer ungeeignet!


Voraussetzungen?
Gute Mobilität und vor allem Trittsicherheit.


Anreise am 01.09.2017

Mit der Bahn: Bis Bahnhof St. Johann (Pongau), Ankunft bis 16:00 Uhr (bitte nicht zu knappkalkulieren!) -> Abholung und Weiterfahrt zum Peilsteingut wird durch Dogxaid e.V. organisiert.

Mit dem Auto: Bis 16:30 Uhr Ankunft am Peilsteingut (Familie Gabriela und Stefan Aichhorn), Peilsteingasse 6, A-5603 Kleinarl (es besteht kostenfreie Parkmöglichkeit)

Spätestens 17:00 Uhr kehren wir gemeinsam der Zivilisation den Rücken zu. 

 
Nach ca. 2 1/2-Stündiger Wanderung entlang der Alm-Straße und durch den Wald, bei der wir zahlreiche Höhenmeter hinter unslassen, erwartet uns in der Weißenhofalm ein leckeres und mit Liebe zubereitetes Abendessen!

Später ankommende Teilnehmer müssen ihren Weg hinauf zur Weißenhofalm selbst organisieren. Dafür entstehende Kosten werden nicht durch Dogxaid e. V. übernommen.


Abreise am Sonntag, 03.09.2017

Für die Zugfahrer: Ca. 14:30 Uhr ab Bahnhof St. Johann (Pongau)

Für die Autofahrer: Ca. 13:45 Uhr ab Peilsteingut


Konnten wir Euer Interesse wecken? Dann freuen wir uns auf Eure Anmeldungen!
Rückfragen vorab gern telefonisch bei der Vereinsgeschäftsstelle unter 08534 961611 oder per E-Mail.


Anmeldungen nur schriftlich an die E-Mail-Adresse post(at)dogxaid.org (Hinweis: (at) durch @-Zeichen ersetzen!) Bitte den vollständigen Namen des oder der Teilnehmer, Telefon- und Handynummer sowie Anschrift vermerken. Die Daten werden nur zweckgebunden verwendet und nicht weitergegeben!


Nach Eingang der Anmeldung senden wir eine Bestätigung zu. Diese enthält die Bankdaten zur Überweisung der Teilnehmergebühr. 
Die Teilnahme ist verbindlich, nachdem die Teilnehmergebühr unserem Konto gutgeschrieben ist.


Zur Beachtung: Es gelten unsere AGBs, nachzulesen unter
www.dogxaid.org/index.php?menuid=0&reporeid=126


Alle wichtigen organisatorischen Informationen erhalten die angemeldeten Teilnehmer nach Anmeldeschluss.


Übrigens: Auf der Weißenhofalm hat 2010 die Geschichte unserer Hüttenwochenenden begonnen. Wir erinnern uns äußerst gern daran!!!

Mehr über uns unter www.dogxaid.org
Dort gibt es zum Nachlesen auch die Berichte über unsere bisherigen Hüttenwochenenden und andere Aktivitäten.


Wir freuen uns auf Euch!!!

... Dogxaid e.V. dankt vorab herzlich für's Weitersagen!




Kontrolle ist gut, Vertrauen unbezahlbar!

 

Ein Erlebnis- und Erfahrungsbericht, wie ich auf den Hund kam und was es heißt, mit vier Pfoten durch die Welt zu gehen.


Schon immer hatte ich großes Interesse für Hunde und fand Gefallen an ihnen. Meine ersten buchstäblichen Gehversuche mit einem Blindenführhund, im wahrsten Sinne des Wortes, machte ich, als ich mein erstes Mobilitätstraining absolvierte, da mein damaliger Mobtrainer auch Führhundausbilder war. So kam es, dass er manches Mal einen Hund zu unserem Training mitbrachte, den er während dieser Zeit gerade zum Blindenführhund ausbildete. Irgendwann hatte er seinen eigenen Hund, der nicht nach der Ausbildung vermittelt wurde, und mit dieser Hündin, Selma hieß sie, hatte ich das Glück, ein paar Mal im Führgeschirr laufen zu dürfen.

 

Trotz meiner Zuneigung zu Hunden hat der Entschluss, selbst auf den Hund zu kommen, sehr lange gedauert, da ich mir über einen Zeitraum von tatsächlich einigen Jahren gründlich überlegt habe, ob ich einem Hund, mit all seinen Bedürfnissen, seiner Individualität und seinen Anforderungen wirklich gerecht werden kann.

 

Hierbei dachte ich in erster Linie immer an den Vierbeiner als eigentlichen Hund, nicht an seine Eigenschaften und Vorzüge als Hilfsmittel. Natürlich ist diese Besonderheit in vieler Hinsicht praktisch, erleichternd oder auch zeitsparend, aber zu allererst ist auch der Blindenführhund ein ganz normales Tier, mit seinen ganz normalen, alltäglichen Bedürfnissen. Er benötigt ein hohes Maß an Bewegung, Auslauf, Freizeit, Spiel, benötigt Futter, kann krank werden, oder man selbst als Halter erkrankt und muss im Zweifelsfall eine Unterbringung für den Hund gewährleisten, wenn man ihn nicht selbst betreuen kann.

 

All das ging mir sehr lange und gründlich durch den Kopf und ließ mich doch eine Weile zögern. Bis ich dann an einem Wochenende ein Seminar für Erstführhundhalter und Führhundinteressenten besuchte. Danach war der Knoten endgültig geplatzt. Ich dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann. Gesagt, getan.


Innerhalb von ich glaube vier Monaten schaute ich mir vier Führhundschulen an, reiste dafür quer durch Deutschland, von Hamburg bis Dresden, und landete letztendlich bei einer Schule in Köln ganz in meiner Nähe. Hier wurde Zorro ausgebildet, mit dem ich im November 2011 meine Einweisung begann. Ab diesem Zeitpunkt änderte sich mein Leben schlagartig, und wenn ich etwas sagen kann dann dies, dass ich die Entscheidung für einen Blindenführhund keine Sekunde lang bereue, auch wenn es in unserer Teamfindung schlechte Phasen gab und es auch jetzt immer noch Zeiten gibt, wo es frustrierend ist.

 

Genau wie in einer Mensch-Mensch-Beziehung gibt es auch in der Mensch-Hund-Beziehung gute und schlechte Zeiten, Phasen, in denen das Zusammenspiel weniger gut funktioniert, in denen sich Hund und Halter nicht verstehen. Aber genauso gut gibt es die anderen Momente, in denen es scheint, als würde mein Hund allein meine Gedanken verstehen und entsprechend richtig interpretieren.

 

Natürlich war die erste Zeit im Zusammenleben mit Zorro nicht einfach, und ich habe bereits während der Einarbeitung einige Male abends unter Tränen zu Hause gesessen, weil ich dachte, ich werde meinen Hund und seine Signale nie verstehen, oder, ich bin eine schlechte Hundehalterin, weil ich meinen Hund nicht verstehe, weil ich ihm nicht das vermitteln kann, was ich soll. Ich kann aber jedem Hundeinteressenten sagen, es lohnt sich, an dieser Stelle auf jeden Fall am Ball zu bleiben, an sich und seinen Hund zu glauben und weiterzumachen. Der Hund belohnt dich mit seinem Vertrauen, seiner Treue und Zuverlässigkeit dafür.

 

Nachdem wir also die ersten Zerreisproben überstanden und bestanden hatten, uns einige Male verlaufen und die Testphase absolviert hatten, in der Zorro ausprobierte, ob ich meine Kommandos tatsächlich ernst meinte und wie konsequent ich war, wurde es besser. Dass mein Schwarzer Rächer, wie ich ihn liebevoll aufgrund seines Namens und seiner Farbe nenne, endgültig in seinem neuen Zuhause angekommen war, merkte ich an dem Tag, wo er das erste Stofftier von der Couch nahm und durch die Wohnung trug.

 

Seither, mittlerweile beträgt unsere gemeinsame Zeit schon über fünf Jahre, sind wir zu einem guten Team zusammengewachsen. Das erfordert natürlich trotzdem weiterhin tägliche Bindungsarbeit, Gehorsamstraining und kontinuierliche Beziehungsarbeit, aber wenn man bereit ist, dies zu investieren, dann ist ein Hund ein toller Partner auf vier Pfoten, mit dem man eine Menge erleben und entdecken kann. Auch das eigene Selbstbewusstsein wird dadurch sehr gestärkt, denn ich traue mir mittlerweile Dinge zu, die ich ohne Hund nicht machen würde. Beispielsweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln an mir bislang unbekannte Orte reisen, an Bahnhöfen aus- oder umsteigen, die ich überhaupt nicht kenne. Ich kann mich einfach darauf verlassen, dass mein Hund allgemeine Objekte wie eine Treppe oder auch eine freie Sitzgelegenheit an jedem Bahnhof findet und mir anzeigt, egal, ob ich diesen Bahnhof kenne oder nicht. So bedeutet Zorro für mich ein viel größeres Stück Freiheit als der Langstock es je könnte.

 

Einen absoluten Glücksmoment erlebe ich dann, wenn mein Hund auf Kommando zielsicher eine Örtlichkeit aufsucht, die wir vorher vielleicht nur ein einziges Mal besucht hatten und wo ich mich selbst gar nicht so gut auskenne. Solange ich den Hund spüren lasse, dass ich ihm vertraue, und ihm buchstäblich die Führung überlasse, solang und so gut wird es funktionieren und wir kommen dort an, wo wir hin wollen. Wenn ich allerdings selbst zu vorschnell davon ausgehe, zu wissen, wo es lang geht, und wieder einmal – wie leider immer noch oft genug, auch nach all der Zeit – die Kontrolle behalten möchte, ohne in gewisser Weise auf meinen Hund zu hören, dann geht es meist schief.


Dieser Schritt des Umdenkens, des im wahrsten Sinne des Wortes blinden Vertrauens, war für mich mit der schwierigste überhaupt auf dem Weg, mich auf meinen Hund einzulassen. Vorher jahrelang nur mit dem Langstock unterwegs, war ich auch in den Anfängen mit Führhund immer der Meinung, ich wüsste wo es langgeht, ich müsse immer, zu jeder Zeit die Kontrolle des gesamten Führgespanns behalten, und mein Hund hätte ja Unrecht, wenn er plötzlich aus mir unerfindlichen Gründen vom Weg abwich. Dabei stellte sich dann im Nachhinein in der Regel heraus, dass der Hund sich selten irrte.

 

Ein für mich unbeschreiblicher Moment war es, als Zorro und ich meinen Lebensgefährten in einer Pflegeeinrichtung besuchten, wo er vorübergehend untergebracht war. Wir hatten ihn dort vorher nur einmal besucht, und da war Zorro noch nicht einmal im Geschirr mit dabei, sondern nur an der Leine, ich in sehender Begleitung. Bei unserem zweiten Besuch war ich mit dem Schwarzen Rächer allein unterwegs, und Zorro führte mich. Ich kannte grob den Weg, wusste aber nicht sicher, wo sich das Zimmer meines Freundes befand. Also schickte ich Zorro los und trug ihm auf, das Zimmer zu suchen. Zielsicher führte mich mein Hund von den Fahrstühlen aus durch die Gänge und blieb exakt vor der richtigen Zimmertür stehen, als hätte er nie etwas anderes getan.

Diese Momente kann ich nicht mit Worten beschreiben, das ist einfach pures Glücksgefühl und erzeugt in mir immer ein absolutes Gänsehaut-Feeling. Dieser Zusammenhalt zwischen meinem Hund und mir in diesen Augenblicken, dieses gegenseitige Vertrauen, das ist mit nichts auf der Welt vergleichbar und ich bin jeden Tag froh und dankbar, dass ich diese Momente mit Zorro erleben darf.

 

Abschließend kann ich als Fazit nur jedem ans Herz legen, der bereit ist, Zeit, Aufmerksamkeit, Sympathie und Empathie aufzubringen, sich für einen Blindenführhund zu entscheiden, es bereichert das Leben ungemein, auch wenn es natürlich Anstrengungen und vielleicht manches Opfer für einen selbst mit sich bringt. Die Freude mit dem Hund überwiegt. Allerdings sollte man stets die Bedürfnisse des Hundes nicht vergessen. Er ist nicht in erster Linie ein Hilfsmittel, sondern ein vollwertiger Partner, der, wenn er sich nicht artgerecht behandelt fühlt, seine Arbeit nicht gern und gut verrichtet.


Solange die Mensch-Hund-Beziehung im Gleichgewicht ist und jeder der beiden Partner zu seinem Recht kommt, solang wird es ein gutes Gespann sein, was sich durch gegenseitiges Vertrauen, Akzeptanz und Zuverlässigkeit auszeichnet. Dann wird es viele dieser Glücksmomente geben, in denen sich sowohl Hund als auch Mensch pudel- bzw. retrieverwohl fühlen.

 

(c) Text: Sandra mit Zorro




Führhundesenior liegt in der grünen Wiese

 

Für uns alle ist Mobilität das A und O, ob beruflich oder privat.

Mobilität ist Freiheit!
Wir wollen in unserem Bewegungsdrang
nicht behindert werden.


Gerade im Servicehundewesen sehen wir enormes
Potential individuelle Mobilität zu schaffen und zu fördern.
Mensch und Tier müssen ausgebildet und kontinuierlich
betreut werden.

Wir wollen nicht betroffene Menschen über die Dienste
von Servicehunden informieren, denn nur wer verstanden
hat, hat Verständnis!



 

Der Verein Dogxaid e.V.
verfolgt nachfolgende Ziele:

Fördern von Mobilitätshilfen für Menschen mit Handicap
insbesondere durch Fördern des Servicehundewesens,
hierzu zählen Blindenführhund, Epilepsiehund,
Signalhund, LPF-Hund (Lebens-PraktischeFertigkeiten-
Hund), Dual Purpose Hund u.a.

Fördern einer qualifizierten, humanen, hundgerechten
und umweltorientierten Servicehundeausbildung und
Haltung.

Unterstützen und Begleiten Behinderter auf Reisen.

Der Zweck wird insbesondere verwirklicht durch:

Informieren der Bevölkerung über das Servicehundewesen.

Beraten und Unterstützen von Betroffenen bei allen Fragen
zur Versorgung mit Servicehunden sowie das Nachbetreuen
von Servicehundegespannen.

Beraten und Unterstützen von Betroffenen bei allen Fragen
zur Versorgung mit sonstigen Mobilitätshilfen.

Wahrnehmen der Interessen von Betroffenen in
Gesetzgebungs-und Gesetzesänderungsverfahren.


Nachbetreuen und ggf. Vermitteln von Servicehunden im
Ruhestand.

Organisieren von Lehrgängen und Weiterbildungskursen

Aufbauen und Betreiben eines Netzwerkes zum Unterstützen
und Begleiten von Behinderten auf Reisen.


Krankheit des Blindenführhund muss als Reiserücktrittsgrund ausdrücklich vermerkt sein

Krankheit des Blindenführhund muss als Reiserücktrittsgrund ausdrücklich vermerkt sein
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