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Vier Interessenten besichtigen eine Führhundschule

 

Ich hatte mir eigentlich schon seit längerem vorgenommen, eine ganz bestimmte renommierte Führhundeschule anzuschauen, aber irgendwie kam immer was dazwischen. Aber Anfang Januar 2014 ging ich mit drei weiteren Interessenten auf die Reise. Die Fahrt zog sich ganz schön, doch das Ziel rückte immer näher und damit auch die Spannung.

 

Dort angekommen, begrüßte uns schon der Familienhund mit lautem Gebell am Gartenzaun. Nach einer herzlichen Begrüßung des Ausbilders und seiner Frau stärkten wir uns  erstmal mit einer Tasse Kaffee und unterhielten uns im Vorfeld über allgemeine Dinge. Dann folgte endlich die Besichtigung. Die Hunde sind in separaten Räumen untergebracht, die sich aber im Wohnhaus der Familie befinden. In jedem Raum waren drei bis vier Hunde, die in oder kurz vor der Ausbildung standen. Das war vielleicht ein Hallo, als wir eintraten und ein Wedeln und Kuscheln. Der Trainer erzählte,   uns, dass alle zwei bis drei Stunden ein anderer Hund in den Familienbereich genommen wird, damit er sich ungezwungen an den Alltag gewöhnt. Die Hunderäume sind sehr sauber und eine Bodenheizung sorgt für angenehme Wärme. Direkt hinter den Hunderäumen erstreckt sich eine riesige begrünte Auslauffläche, keine Zwinger. Dort können sich die Hunde austoben, aber niemals ohne Beaufsichtigung. Schließlich sollen ja unerwünschte Eigenschaften, wie z.B. Buddeln nicht gefördert werden. Man  kennt das doch, einer fängt damit an, und alle anderen machen es nach. Die Hunde waren sehr gepflegt und zeigten keinerlei Scheu oder Aggressivität gegenüber Menschen. Nachdem wir uns in Ruhe alles angeschaut hatten, saßen wir noch lange beieinander. Wir diskutierten über die Führhundeszene an sich, über Krankheiten bzw. notwendige oder eher unnötige Impfungen, artgerechte Haltung und welche Voraussetzungen man erfüllen sollte, damit aus Führhund und –halter ein gutes Team werden kann. Auch die Problematik der Führhundeschulen mit Krankenkassen, Wirtschaftlichkeit und Konkurrenz untereinander waren ein interessantes Thema. Führhundeschulen stehen unter erheblichem Druck, letztlich entscheidet oft der Preis des Hundes und weniger die Ausbildungsmethode.

 

Es dauerte viele Tage, bis ich die ganzen Eindrücke und Emotionen verarbeitet habe. So vieles ist neu, und manches sieht man hinterher aus einer ganz anderen Perspektive. Insgesamt waren wir alle vier sehr beeindruckt von dem Engagement dieser Führhundeschule. Fakt ist, dass Führhundeschulen Wirtschaftsunternehmen sind, die auf dem Markt bestehen müssen um überleben zu können. Jedoch hat mich persönlich die Art und Weise sehr beeindruckt, wie trotz all dieser Umstände der Idealismus dieser Führhundeschule förmlich zu spüren ist, geeignete Hunde und verantwortungsvolle zukünftige Hundehalter zu einem starken Team zusammenwachsen zu lassen.

 

(c) Text: Dogxaid.e.V.



Autor: root -- 27.03.2014 8:05:01


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