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Tamino reist zum Schneeschuhwandern

   

(Schnee)schuhwandern in Zwiesel vom 24.-26.1.2014
aus der Sicht von Tamino


Am 24. Januar 2014 standen meine 2 Frauchen erstaunlich früh auf. Mich
interessierte das erst einmal wenig. Ich war viel zu müde um jetzt am
Frühstückstisch um ein Stückchen Brot mit Leberwurst zu betteln. Also
schlich ich mich unbemerkt in Julias Bett und hielt ein Nickerchen. Ich
muss wohl ziemlich lange geschlafen haben, denn als ich aufwachte, rollte
mein Frauchen Ilona Koffer aus der Wohnung und Frauchen Julia suchte mich
und schimpfte dann, dass ich ihr frischgemachtes Bett schön vollhaarte.

Wuff, die hat ja keine Ahnung! Mein Fell ist schön warm und weich. Sie
braucht ständig neue Sachen, ich dagegen bin immer gut angezogen!

Jedenfalls war ich dann ganz schnell angeleint und auf dem Weg zum
Bahnhof. Das gefiel mir gar nicht, denn ich hasse Zugfahren! Aber jetzt
stand ich schon am Gleis und es war zu spät rumzujaulen. Etwas
widerwillig stieg ich in den Zug und traf dort plötzlich eine
wunderschöne Hundedame namens Ella.

   

 Ella und Tamino kennen keine Barrieren

   

Bild 1: Ella und Tamino beim ersten Aufeinandertreffen

   

Ihr Frauchen Peggy war natürlich auch dabei und die drei Menschendamen
plapperten gleich drauf los. Doch das interessierte mich nicht, denn ich
war damit beschäftigt, Ella zu beschnuppern und sie zum Spielen heraus zu
fordern. Doch leider hing ich an dieser blöden Leine! Die Schaffnerin sah
das und hatte Mitleid mit uns. Sie bot uns sogar den kleinen Vorraum mit
den Glaswänden als Spielplatz an. Im ICE 1.Klasse bekommt man eben den
besten Service! Wir waren begeistert, doch unsere drei Frauchen erlaubten
uns dies leider nicht! Warum sind Eltern eigentlich immer so streng?!
Das Kuscheln unter dem Tisch verboten sie uns zum Glück aber nicht. Ich
wusste gar nicht, das Zugfahren so schön sein kann!

   

Nach etlichen Stunden und mehreren Umstiegen trafen wir dann in Plattling
auf viele neue Leute mit denen wir das Wochenende verbringen würden und
einen weiteren coolen Hund: Cowboy!

   

Horst und Cowboy

   

Bild 2: Horst und Cowboy

   

Als größere Gruppe fuhren wir immer weiter, bis wir nach insgesamt sieben
Stunden in Zwiesel, einem kleinen Ort im bayrischen Wald, in der Pension
„Haus Inge“ angekommen waren. Hier gab es noch drei weitere Hunde, mit
denen ich ebenfalls sofort spielen wollte: Grace, Bruno und Angelo.

Doch ich musste mich erst noch gedulden und warten bis meine Frauchen
sich in ihrem Zimmer eingerichtet hatten. Mit einem leckeren
Rinderhautknochen konnte ich mir die Zeit jedoch sehr gut vertreiben.
Dann ging es endlich los! Wir machten als große Gruppe einen Spaziergang.
Wir Hunde durften herumtollen und die Menschen unterhielten sich und
lernten sich so besser kennen. Nach einer Weile gingen wir wieder in
unsere Pension und hatten noch einen sehr schönen Abend.

   

Am nächsten Morgen (Samstag) war ich erst überhaupt nicht gut gelaunt,
als sich alle Menschen und Hunde in einen Bus setzten, denn ich dachte
ich müsste jetzt wieder einen Tag lang fahren! Deswegen quengelte ich
etwas herum. Doch mein Lieblingsfrauchen Julia beruhigte mich, außerdem
war die Busfahrt schneller vorbei als ich dachte. Als wir ausstiegen
waren wir am Rande eines riesigen Waldes. Jetzt wusste ich, was die
Menschen vorhatten: Sie wollten wandern gehen. Dazu schnallten sie sich
seltsamerweise große Dinger auf den Rücken, die sie Schneeschuhe nannten
- wie mir Bruno dann erzählte, der schon öfter mit dabei war.
Schneeschuhe. Wenn die Menschen so etwas brauchen – ich komme mit meinen
vier Pfoten sehr gut zurecht!

   

Doch von Schnee war bisher leider nicht viel zu sehen. Die Landschaft war
nur leicht überzuckert. Wir wanderten los, unser Weg ging bergauf über
viele Wurzeln und Steine.

   

Wir Hunde durften frei herum rennen. Der Schnee wurde immer dichter, je
höher wir kamen. Im Schnee herumzutollen machte sehr viel Spaß. Nach ein
paar Stunden machten wir dann sehr weit oben auf dem Berg Rast.

   

Die Hunde der Wandertruppe

   

Bild 3: Angelo, Tamino, Ella, Cowboy und Bruno

   

Die Menschen aßen leckere Dinge wie Würstchen und Brot, von denen wir Hunde
uns hier und dort ein paar Stückchen erbettelten. Die Menschen fingen
langsam an zu frieren und beschlossen zurück zu gehen. Ich fand das
ehrlich gesagt auch gut, denn ein bisschen erschöpft war ich schon.

   

Julia und Tamino machen Pause im Schnee

   

Bild 4: Julia und Tamino sind ein bisschen erschöpft

   

Die  sogenannten „Schneeschuhe“ hatten sie allerdings nur in ihren Rucksäcken
spazieren getragen und nicht an den Füßen, wo sie sicherlich hingehören.
Dafür gab es nicht genügend Schnee. Später machte jemand den Witz, dass
sie ja trotzdem mit Schneeschuhen gewandert seien, wenn auch nicht an den
Füßen…

   

Als wir wieder im „Haus Inge“ waren, hatten alle etwas Zeit, sich zu
entspannen: Die Menschen in der Sauna oder beim gemütlichen Kaffeetrinken
und ich in meinem Hundebett. Ich schlief sehr lange und wachte erst
wieder auf, als es Abendessen gab und ich mit Cowbow, Grace, Bruno, Ella
und Angelo unter dem Tisch kuscheln konnte.

   

Später gingen wir noch eine kleine Gassirunde und dann fielen wir alle
erschöpft ins Bett.

   

Am nächsten Tag (Sonntag) hieß es leider schon wieder Abschied nehmen.
Aber noch nicht sofort. Erst frühstückten alle gemütlich zusammen und
danach machten wir einen kleinen Spaziergang durch den über Nacht dicht
gefallenen Schnee. Das war ebenfalls ein sehr schöner Ausflug. Wir Hunde
tollten wieder durch den Schnee und hatten viel Spaß! Die Menschen
beschwerten sich, dass der Schnee einen Tag zu spät gekommen sei. Ach
genau, wegen diesen Schneeschuhen…

   

Als wir von dem schönen Spaziergang zurück kamen, packten meine zwei
Frauchen ihre Koffer und tranken noch einen Kaffee.
Wir Hunde amüsierten uns derweilen wieder unter dem Tisch.


Dann kam auch schon der Bus, welcher uns zum Bahnhof brachte. Ich musste
nun also von all meinen neugewonnenen Hundefreunden und den anderen
Menschen Abschied nehmen! Das war nicht so leicht, doch meine Frauchen
versicherten mir, dass ich im nächsten Jahr vermutlich wieder hier bin.

   

Das Wochenende in Zwiesel hat mir und meinen Frauchen sehr gut gefallen
und ich bin froh, dass ich am Freitag Morgen in diesen Zug gestiegen bin.
Ich denke, damit spreche ich für alle, die an diesem Wochenende dabei
waren.

   

Es grüßt Euch herzlich aus Leipzig, Euer Tamino.

 

(c) Text: Julia Adler
(c) Fotos: Ilona Adler

 

ANMERKUNG Dogxaid e.V.
Obenstehender Text zeigt, dass Menschen und Tiere vollkommen barrierefrei
 ihre Zeit zusammen verbringen können, dabei viel Spaß haben und neue Erfahrungen machen.

   

 

 



Autor: root -- 03.05.2014 15:00:38


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