Sandra und Zorro im Krankenhaus - www.dogxaid.org

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Sandra und Zorro im Krankenhaus


Am Wochenende möchte ich einen Freund im Krankenhaus besuchen, der sich dort schon einige Wochen
aufhält.


Bisher habe ich Zorro zu diesem Zweck immer bei einem Hundesitter untergebracht.
Da der Freund sich aber auf einer Normalstation befindet, dachte ich mir dieses Mal, ich könnte doch
versuchen, meinen Hund mitzunehmen.

    

So habe ich dem Chefarzt eine Mail geschrieben, mein Anliegen geschildert, dass ich gern einen Besuch
machen würde, blind bin und in ständiger Begleitung eines Blindenführhundes, welchen ich mitbringen
wolle. Ferner hab ich versichert, der Hund sei aktuell geimpft, tierärztlich durchgecheckt, nicht von
Ungeziefer oder ähnlichem befallen, was eine Infektion auslösen könnte. Auch versprach ich, ihn vorher
nochmal gründlich zu bürsten, um das Haaren halbwegs zu minimieren.

    

Einen Tag später rief mich besagter Freund, den ich besuchen möchte, an und gab mir das Ok des
Chefarztes, Zorro dürfe mit, und zwar nicht nur in die öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten des
Krankenhauses, die den Besuchern offenstehen, sondern sogar ins Krankenzimmer. Wenn der Hund
gepflegt und gesund sei, keiner der dortigen Patienten eine Hundehaarallergie oder Hundephobie habe
und sich alle Beteiligten hinterher gründlich die Hände desinfizierten, wäre es kein Problem, den Hund
mitzubringen.


Das fand ich doch mal eine sehr positive Erfahrung zum Thema Zutrittsrechte, und ganz ohne die
Brechstange! ;-)

    

Am Samstag war es dann soweit, Zorro war kurz mit dabei, damit die beiden sich sehen konnten, gestern
(Sonntag) hatte ich ihn aber den ganzen Nachmittag mit.

    

Er hat sich beide Male super verhalten, war total lieb und ganz ruhig.

Am Samstag, als wir das Krankenzimmer suchten, blieb Zorro direkt schon vor der richtigen Zimmertür
stehen. Er hat bestimmt gerochen, wo wir hin mussten. ;-) Die Wiedersehensfreude sowohl bei meinem
Freund als auch bei Zorro war riesig. Mein Freund lief ein wenig mit Zorro durchs Zimmer, und der Hund
sofort zur Tür, als wollte er sagen, komm, raus hier!
Auch vom Pflegepersonal und dem Mitpatienten, sowie dessen Besuchern, wurde Zorro begeistert
begrüßt.

    

Gestern kam dann auch der Chefarzt, welcher mir die Erlaubnis gegeben hatte, meinen Hund
mitzubringen. Ich musste schon schmunzeln, als er ins Zimmer kam, denn er begrüßte zunächst Zorro,
und danach die Patienten. Auch er war sehr angetan von meinem Schwarzen, erzählte, er hätte selbst gern
einen Hund, aber da sie eine Katze zu Hause hätten, an der seine Kinder so hängen würden, wäre es mit
einem Hund leider nichts.


Die Visite machte ihm also sichtlich Freude, und Zorro verhielt sich während der gesamten Zeit absolut
vorbildlich. Er lag zufrieden und entspannt auf dem Boden, lief auch ab und zu durchs Zimmer, denn wir
waren insgesamt immerhin vier Stunden dort, da musste er nicht die ganze Zeit auf dem harten Boden
liegen. Auch der Zimmernachbar meines Freundes freute sich über den vierbeinigen Besuch. Er wollte
Zorro unbedingt ein Leckerli geben. Also gab ich ihm ein paar meiner Leckerlis, die ich dabei hatte, er
musste Zorro absitzen lassen und durfte sie ihm geben. Das gefiel ihm sehr. Auch die Krankenschwestern
freuten sich alle über Zorro, sprachen freundlich mit ihm und manche streichelten ihn sogar, wenn sie
herein kamen.

Nur die Putzfrau erschreckte sich, als sie die Tür öffnete und etwas großes Schwarzes vor dem Bett liegen
sah. Sie dachte erst, es sei ein Teppich, und wunderte sich. Als Zorro dann langsam aufstand merkte sie,
dass es wohl kein Teppich sein konnte. Mein Freund und ich witzelten allerdings, wir hätten doch einen
schönen großen Bettvorleger. :-)

    

Dann plötzlich, etwa eine Stunde nach der offiziellen Visite, kam der
Chefarzt erneut ins Zimmer. Er trat ein, zunächst ganz leise, und setzte sich aufs Bett. Dann schmuste er
bestimmt fünf Minuten mit Zorro und meinte, nun gäbe es die Visite für den Hund. Fand ich total
niedlich...

    

Wieder einmal war Zorro also der Star der Manege und wurde gern gesehen. Ich fand es sehr schön, wie
freundlich und begeistert er von allen aufgenommen wurde, und dass sogar der Chef extra nochmal kam,
um ihn zu sehen und zu streicheln, hätte ich nicht gedacht.

    
    

Text mit freundlicher Genehmigung von
Sandra Weiß mit Führhund Zorro



Autor: root -- 05.06.2012 7:47:16


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