Zweibeinige Führungskräfte in den Salzburger Bergen - www.dogxaid.org

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Zweibeinige Führungskräfte in den Salzburger Bergen

... übernehmen während einer 3-tägigen Almtour vertretungsweise den verantwortungsvollen Job der Vierbeiner.

    

Vom 09. - 11. September fand eine Hüttentour statt, die ausschließlich für Führhundgespanne organisiert wurde.

Insgesamt waren vier Führhundgespanne anwesend, darunter auch meine schwarze Labradorhündin Beauty und ich. Unser Übernachtungsquartier war die Rastötzenalm in der Nähe von Bad Hofgastein/Österreich, die 1743 m hoch gelegen war.

    

Rastötzenalm in den Salzburger Bergen

    

Bild 1: Rastötzenalm in den Salzburger Bergen

    

Nachdem Beauty und ich am Freitag Nachmittag so gegen halbvier aus Marburg angereist waren, wurden wir nach einer langen, ca. neunstündigen Zugfahrt sofort herzlich empfangen. Alexander Spörr vom Verein Dogxaid holte uns am Gleis ab und nachdem Beauty sich kurz lösen konnte, wurden wir auch schon stürmisch von Ella, dem schwarzen Labrador von Peggy Jakob, begrüßt. Dann wurde unser Gepäck eingeladen und unsere erste Wanderung konnte beginnen. Das Gepäck wurde per Hüttentaxi hoch zur Rastötzenalm transportiert und wir wanderten los.

    

Die erste Wanderung dauerte ca. 2,5 Stunden und so gegen 19 Uhr waren wir am Ziel. Da uns noch zwei Führhundgespanne, Sascha mit Bruno und Jacqueline mit Grace fehlten, die später noch zu uns gelangten, setzten wir uns erstmal hin und tranken etwas. Es war eine sehr gemütliche, familiäre Atmosphäre auf der Hütte.

So gegen halbneun trafen dann auch die anderen ein. Wir tranken und aßen noch zusammen und redeten dann noch bis spät in den Abend hinein, die letzten von uns gingen so gegen halbeins ins Bett.

Wir teilten uns auf: Insgesamt waren wir zehn Leute, aufteilen mussten wir uns in ein Dreibett-, ein Vierbett- und ein Sechsbett-Zimmer. Das war alles kein Problem, da alle Teilnehmer sehr nett waren und alle sehr gut miteinander auskamen.

    

Am nächsten Tag standen alle so zwischen 7 und halbacht auf, da es um 8 Uhr Frühstück gab. Wir versorgten unsere Hunde und nach dem Frühstück ging es dann los, eine große Bergtour stand an. So gegen halbzehn wanderten wir los, man muss sagen, es hat alles super funktioniert und unsere sehenden Führungskräfte meisterten den steilen, gerölligen Berg mit uns ohne Probleme. Mir hat es sehr großen Spaß gemacht, in den Bergen zu wandern, auch, wenn die Tour sehr anstrengend war, weil wir immer wieder über Stufen, Bäche und sonstige Hindernisse klettern mussten. Unsere Hunde hatten derweil ihren Spaß, sie konnten die ganze Zeit frei herumtollen.

    

Franz, Britta und Helga hintereinander

    

Bild 2: Franz und Helga unterstützen Britta (in der Mitte) 

    

Nach ca. 3 1/2 Stunden waren wir dann oben, wir schafften es auf ca. 2.200 m, machten immer mal wieder Trink- und Esspausen zwischendurch. Den steilen Berg haben alle geschafft und als wir so gegen 13 Uhr unser Ziel erreicht hatten, setzten wir uns zu einer längeren Pause ins Gras und ruhten uns erstmal aus. Dann, so um halbzwei, ging es wieder das ganze Stück herunter, das war zwar nicht mehr so anstrengend, aber ich empfand es unangenehmer als die Strecke nach oben, da es mir ziemlich in die Knie ging. So gegen 15 Uhr erreichten wir wieder unsere Hütte und ruhten erstmal bei Kaffee und weiteren Getränken aus.

    

Helga hilft Jacqueline in den Sky-Chair

    

Bild 3: Helga sortiert Jacqueline in den Sky-Chair 

    

Nachdem sich Beauty und ich eine knappe Stunde aufs Zimmer verzogen hatten, weil wir doch sehr kaputt waren und eine kleine Pause zum "auskurieren" benötigten, gab es auch bald schon Abendessen.

Nach dem Abendessen wurde wieder über alles Mögliche gesprochen und es herrschte wieder eine gesellige Atmosphäre, so gegen 23:15 Uhr waren dann die letzten auf den Zimmern.

    

Am Sonntag wurde wieder um 8 Uhr gefrühstückt und da Beauty und ich mittags leider schon die anderen verlassen mussten, da wir ja die ganze Strecke wieder zurück mussten, war an diesem Tag nicht mehr viel los: Wir brachen so gegen halbzehn noch mal zu einer kurzen, ca. eineinhalbstündigen Tour mit den anderen auf, die aber nicht so anstrengend war wie am Tag zuvor, da der Weg nicht so steil nach oben führte und auch zwischendurch mal ganz flach wurde.

    

Als wir dann um kurz nach 11 wieder die Hütte erreichten, packte ich meine Sachen zusammen, trank noch mit den anderen einen Kaffee und dann wurden Beauty und ich um 11:30 Uhr zum Bahnhof Bad Hofgastein mit unserem Hüttentaxi gefahren. Das klappte auch sehr gut und wir wurden vom Fahrer auch noch zum Gleis gebracht und in den Zug gesetzt.

    

Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Hüttentour sehr großen Spaß gemacht hat, es war ein tolles Naturerlebnis mit sehr netten Teilnehmern. Schön war auch, dass sich alle Hunde miteinander sehr gut verstanden haben und dass die Organisation dieser Tour einfach gigantisch war.

    

€ 5,90 in die Tierarztkasse

    

Bild 4: Warnschild an der Almhütte 

    

Beauty und ich waren zwar sehr müde, als wir wieder in Marburg ankamen, aber wir würden es jederzeit wieder auf uns nehmen, eine weite Strecke für ein solches Naturerlebnis zu fahren. Glücklicherweise hat auch mit der Bahn alles geklappt und so gegen halbzehn waren wir wieder in unserer Wohnung in Marburg.

    

Text: Britta Janaschke
Fotos: Alexander Spörr

 

Weitere Berichte zur Veranstaltung: Am-Sonntag vom 25. September 2011 " Urlaub für die Blindenhunde (Größe: 531 kB; Downloads bisher: 6585; Letzter Download am: 09.12.2018) " und Dogxaid Pressetext " Hand in Hand Barrieren überwinden "
 



Autor: root -- 10.01.2012 14:23:10


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