Dogxaid Vertreter nahmen am Seminar für Führhundinteressenten teil - www.dogxaid.org

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Dogxaid Vertreter nahmen am Seminar für Führhundinteressenten teil

 

Am Morgen des 19.06.2010 trafen Sascha Schulze, ein Arbeitskreismitglied des BBSB (Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund)und ich mich mit Gerlinde Pöllmann. Da wir noch etwas Zeit hatten, bevor das Seminar beginnen sollte, ließen wir unsere Hunde Bruno und Grace im Burggraben direkt am Hauptbahnhof noch einmal laufen und toben. Dort begegneten wir einer anderen Seminarteilnehmerin mit ihrer Labradorhündin und die Vierbeiner freuten sich sichtlich.

 

Das Seminar fand im BBZ Nürnberg (Beratungs- und Begegnungszentrum) statt, das unweit des Bahnhofes liegt, und daher sehr gut von allen Teilnehmern und Organisatoren erreicht werden kann. Insgesamt waren wir 22 Personen, sieben Mitglieder des Arbeitskreises mit ihren Führhunden, zwei Sozialreferenten des BBSB, eine Gespannprüferin aus Feuchtwangen, zwei Hundetrainerinnen, sechs Führhundinteressenten mit zwei Begleitpersonen und Gerlinde Pöllmann und ich als Vertreter des Vereins Dogxaid e.V..

 

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden zwei Gruppen gebildet. Eine Gruppe der Teilnehmer bekam die Gelegenheit in der Nähe des BBZ, tatkräftig von den sehenden Helfern des Seminars und den erfahrenen Führhundhaltern unterstützt, mit den Führhunden im Geschirr zu laufen. Die Teilnehmer bekamen ausführlich erklärt, wie der Hund eingeschirrt wird, welche Hörzeichen ihm den Weg weisen und was bei der Unterordnung und im Freilauf zu beachten ist. Die Strecke enthielt neben Überquerungen und Richtungsänderungen auch das Laufen in einer Fußgängerzone und das Anzeigen einer Bank, auf dem sich die Teilnehmer und die vierbeinigen Begleiter eine Pause gönnten und mit den Führhundhaltern aufkommende Fragen besprechen konnten. Im Freilauf erlebten sie den Umgang der Retriever untereinander, durften die Hunde abrufen und natürlich reichlich loben, wenn sie herankamen. Gerlinde Pöllmann und ich liefen in der ersten Gruppe mit, schauten uns die Arbeit der anderen Führhunde an und Grace nutzte einen Zwischenstopp, um sich zu lösen, was sie vorher wohl nicht getan hatte, denn sie musste ziemlich dringend.

 

Nachdem die erste Gruppe wieder im Seminargebäude eingetroffen war, setzte man sich in einer lockeren Runde zusammen und besprach aufgekommene Fragen und Ängste, die die Teilnehmer beschäftigten. Kann ich meinem Hund den nötigen Freilauf ermöglichen? Kann ich meine Tandemfreizeiten weiterhin durchführen? Kann ich meinen Hund mit Artgenossen toben lassen, wenn ich selbst Angst vor größeren Hunden habe? Auf diese Punkte wurde ausführlich eingegangen, bevor wir uns alle mit belegten Brötchen und Kaffee in der Mittagspause stärkten.

 

Hiernach wechselten die Gruppen und jetzt wurden rechtliche Fragen besprochen, die Beantragung des Führhundes und Probleme im Alltag thematisiert und zu guter letzt wurde auf die Voraussetzungen eines zukünftigen Führhundhalters, wie beispielsweise Mobilität, vorhandene Lebenssituation und die Bereitschaft sich eine sehr lange Zeit um ein Lebewesen zu kümmern, eingegangen.

 

Am Ende des Tages stand fest, dass sich mehrere Interessenten dazu entschlossen hatten, sich in nächster Zeit erst einmal keinen Führhund zu sich zu nehmen, da es momentan nicht recht in ihr Leben passen würde.

 

Alles in allem war es ein gelungenes Eintagesseminar, was das Ziel, Führhundinteressenten über den vierbeinigen Helfer zu informieren und abzuklopfen, ob ein Hund zu ihnen passen würde, erfüllt hat.

 

Wir bedanken uns, dass wir teilnehmen durften.
Jacqueline Flor mit Labradorhündin Grace und Gerlinde Pöllmann



Autor: root -- 25.07.2010 21:21:52


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